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  • Foto: gn-rz

Musik ist eine Brücke

Kinderchorfestival des Chorverbandes Friedrich Silcher in Ruppertshofen

Das Singen in einem Chor ist nicht allein das Auswendiglernen von Liedern, sondern es ist spannend und ab­wechslungsreich, wenn Schauspiel und Tanz mit hinzu­kommen. Dies hat der Chorverband Friedrich Silcher knapp 100 Kindern bei den Workshops des Kinderchorfestivals vermittelt.

Bestens organisiert vom Vorsitzenden Karl-Gerhard Berroth des Gesangverein Ruppertshofen und  durch die Mithilfe von zwei Dutzend Chormitgliedern erlebten die Kinder der Chöre „Confetti“  aus Plüderhausen,  die „Chorkids“ aus Mögglingen, die „SchoCHORlade“-Kinder aus Durlangen, die Kinder des Kinderchors Zimmern und die „Ruppertshofener Singvögel“ einen Nachmittag, der lehrreich war und viel Spaß machte.

Der Chorverband hatte professionelle Referenten nach Ruppertshofen entsandt. Anna Bredenbach erarbeitete mit den Kindern das Musical „Gestatten, Froschkönig“. Anhand von Bildern erzählte sie die Geschichte des Froschkönigs, der eine leibhaftige Prinzessin küsste, und die Prinzessin wurde eine glückliche Froschkönigin an seiner Seite. Die Kinder lernten den Unterschied kennen, wie die tieftraurigste und danach die allerglücklichste Prinzessin der Welt ein Lied sang, wie man Gefühle über ein Lied ausdrücken kann.

Katrin Röhlig bezog das Schauspiel in die Chorarbeit mit ein. Konzentration ist gefragt, das erfuhren die Kinder, mit geschlossenen Augen im Kreis stehend, sich an den Händen haltend und darauf wartend, dass ein Händedruck die rechte Hand erreicht und mit der linken Hand an das nächste Kind weitergegeben wird. Sich bewegen wie ein Monster oder wie ein Schmetterling, und auf Zuruf in der Gestik verharren, so wurde Pantomime nahegebracht.

Singen ist Musik, und Musik drängt nach Bewegung. Merlin Poth studierte in seinem Workshop mit den Kindern einen peppigen Tanz ein, mit Shake-shake-shake, Turn-around und go-down – spielerisch lernten die Kinder auch gleichzeitig englische Begriffe kennen.

Beim Singen in einem Popchor ist Präzision gefragt. Lisa Sum lehrte die Kinder, Dynamik in den Gesang zu legen, die Einsätze exakt zu bringen und die Atmung auf die Singweise abzustimmen. Die Kinder lernten sehr rasch, und es war erstaunlich, wie nach knapp dreißig Minuten ein schon fast aufführungsreifes Lied erarbeitet war.

Beate Bredenbach führte die Kinder in die Grundbegriffe des Notenlesens ein. Anhand von den Silben von Tiernamen erläuterte sie ganz kindgerecht die Wertigkeit der Noten durch Klatschen. Ein „Pferd“ ist einsilbig, also eine volle Note, ein „Hamster“ ist zweisilbig, der steht für die halbe Note, und die „Ameise“ wird zum Repräsentant einer Viertelnote. Durch Klatschen und dem Finden von eigenen Tiernamen waren die Kinder eifrig bei der Sache.

Der Gesangverein Ruppertshofen bot noch einen weiteren Workshop an: das Malen von Mandalas. Und dieses kreative und zugleich entspannende künstlerische Arbeiten nahmen die Kinder sehr gerne wahr.

Zum Abschluss des Nachmittags fand das große, musikalische Finale des Kinderchorfestivals im Kultur- und Sportzentrum Jägerfeld statt, zu dem auch die Eltern, Freunde und Verwandten der Kinder hinzukamen. Der Präsident des Chorverbandes Friedrich Silcher, Hans—Albert Schur, bedankte sich bei allen Referenten und ganz besonders bei den Mitgliedern des Gesangvereins, wobei er die hervorragende Organisation besonders hervorhob.

Das von allen Kindern gemeinsam gesungene Abschlusslied galt dem Lob auf das Kinderchorfestival, und die Chöre nahmen die Möglichkeit gerne wahr, sich einzeln vor einem großen Publikum präsentieren zu können. Die Durlanger Kinder mit Dirigentin Stütz belegten im Poprhythmus „Nobody is perfect“, die Kinder aus Plüderhausen  sangen unter der Leitung von Constanze Bauer vom Känguruh schubidu, und die Mögglinger Kinder, dirigiert von Susanne Thier beschworen eine bunte Welt. Die Ruppertshofener Singvögel unter der Leitung von Larissa Schneider beschlossen die Veranstaltung mit den Liedern „Das sind noch echte Kinder, die in der Sonne spielen“, mit dem Spaßlied „Suppentassentango“ und mit ihrem erklärten Lieblingslied „Musik ist eine Brücke“. Luca, Hanna, Martha und Sina meisterten bravourös ihre Solos; der stürmische Schlussapplaus eines begeisterten Publikums beschloss einen ereignisreichen, musikalischen Sonntagnachmittag.

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